Diese Seite ist meinem Delorean gewidmet, einem wirklich fantastischen Auto                     und meine persönliche Zeitmaschine in die 80´er Jahre.

Der Wagen wurde 1981 und ´82 in Irland, in einem Vorort  von Belfast, gebaut. Erfinder des DMC-12, so die interne technische Bezeichnung, ist John Z. De Lorean gewesen.

  (John Zachary De Lorean, 6. Januar 1925 - 19. März 2005)

Als Sohn einer Einwandererfamilie mit rumänisch/französischem Hintergrund,  arbeitete er sehr erfolgreich in der Automobil-Industrie. Pontiac (GM) warb ihn 1959 bei Packard ab, wo er als Ingenieur von 1950 an beschäftigt war. Bei Pontiac war er maßgeblich an der Produktion des GTO beschäftigt. Der Erfolg dieses Fahrzeugs öffnete ihm weitere Tore und so wurde er 1970 bei Chevrolet als Manager eingestellt. Durch seine Ideen und Umsetzungen gewann man immer mehr Marktanteile und so wurde er dann nach 1973 als Vize-Präsident bei  General Motors eingesetzt, mit Aussichten auf den Präsidentenposten. Aber man beschnitt seine Kreativität recht umfangreich und nach einem heftigen Disput verließ De Lorean die General Motor Company (GMC), beschloß sich selbstständig zu machen und ein Auto, ganz nach seinen Vorstellungen, zu bauen.

1974 gründete er die DMC, die De Lorean Motor Company mit dem Zweck ein konkurrenzfähiges Auto zu bauen.Es sollte die sportliche Eleganz der europäischen Sportwagen besitzen und darüber hinaus mit vielen technischen Verbesserung hinsichtlich der Sicherheit ausgestattet sein. Das Design wurde 1975 vom Italiener Giugaro entworfen, der auch für Ferrari, Lotus, De Tomaso, BMW (M1) und Volkswagen (Sirocco) erfolgreich gearbeitet hat.

Zwischen 1975 und 1977 wurde fieberhaft an der Entwicklung zweier Prototypen gearbeitet. 1979 wurde dann in Dunmurry, einem Vorort von Belfast, die bis dato modernste Autofabrik der Welt gebaut. 1980 war der Bau des Werkes abgeschlossen. 

Dies ist die zum Werk gehörende Teststrecke. Es handelt sich dabei um eine Archivaufnahme.                                                          

.  

Mit Google-Earth kann man sich das Werk aus der Luft ansehen (eintippen: DMC Dunmurry und dem Link folgen).                        Gleich daneben sieht man die heute  zugewachsene Teststrecke, die ich im Mai 2006 mit meinem  Delorean befahren habe, anlässlich des 25 jährigen Jubiläums (Eurofestival Belfast).

Nach diversen Entwicklungsstufen des Delorean, wobei er anfangs noch einen Mittelmotor besaß, war dann der Wagen 1981 serienreif, mit einem Heckmotor (dem von Peugeot, Volvo und Renault entwickelten PVR Euromotor), den Flügeltüren und der Edelstahl-Karrosserie. 

Im Januar 1981 verließen die ersten Fahrzeuge das Werk und wurden anfangs noch zu hunderten mittels umgebauter Boing 747 Maschinen nach USA geflogen. Dies bedeutete aber einen ungeheuren Aufwand und so wurden die weiteren Fahrzeuge nach USA verschifft. Doch leider sollte der Delorean nicht so erfolgreich werden, wie alle übrigen Projekte im Leben des John Delorean. Bestand anfänglich eine große Nachfrage nach diesem Zukunftsauto so waren später die Läger voll und die Kasse leer. Der Delorean war kein Schnäppchen und kostete zum damaligen Zeitpunkt  gleichviel wie ein Porsche. Jedoch war dieser produktionstechnisch ausgereifter. Die Wagen stapelten sich auf dem Werksgelände.

Im Februar 1982 standen die Produktionsbänder erstmalig still und ein halbes Jahr später war dann ganz Schluß. Durch den mangelnden Absatz waren die Verluste für die De Lorean Motor Company sehr hoch. Die gewährten Kredite der englischen Regierung unter Maggie Thatcher reichten nicht  aus, um die Firma noch aufrecht zu halten. Verweifelt versuchte John De Lorean Geld für sein Firma aufzutreiben und wurde im Dezember 1982 in New York bei einem angeblichen Drogendeal vom FBI verhaftet. Nach seiner Verhaftung wurde die Firma geschlossen. Ein paar Angestellte fertigten noch aus den übrigen Teilen so viele Autos wie möglich, darunter sogar zwei 24 Karat vergoldete Wagen. Am 24. Dezember war alles aus. Der Traum des John Z. De Lorean war zu Ende.

Zwei Jahre später wurde er von allen Anklagepunkten freigesprochen, doch der Schaden war nicht mehr rückgängig zu machen. Die Konkursmasse wurde weitestgehend verkauft. DIe Pressformen von der Englischen Regierung in der Nordsee versenkt. Das einstmalig modernste Werk wurde geschlossen. Heute werden dort unter anderem Aluminium Felgen hergestellt. 

Der Wagen erlebte eine Renaissance, als 1985 Steven Spielberg und Robert Zemeckis den Film            "Zurück in die Zukunft" in die Kinos brachten.  Siehe dazu auch www.zidz.com

 

Hätte man den Wagen mit dem Film verkauft, wie es ja bei BMW und James Bond z.B. der Fall war, der Erfolg hätte nicht lange auf sich warten lassen müssen. Denn schließlich möchte doch jeder gerne mal in einer Zeitmaschine fahren :-)

Wenn auch der Traum für John De Lorean zu Ende gegangen ist, so lebt doch sein Geist und seine Idee in seinem Werk weiter.

LIVE THE DREAM

Aber wie bin ich denn überhaupt auf diesen Wagen gekommen ??? Das fing ganz harmlos an..... Ich hatte vor einigen Jahren auf einem CON-Treffen (etwas, wo sich Sci-Fi  und FIlm-Liebhaber gerne treffen) einen Tim Ketzer kennengelernt. Er tat (und tut) das, wovon ich schon immer geträumt hatte, als ich 1978 den Film Star Wars gesehen habe. Spezial-Effekte in Filmen realisieren und zwar mittels Computertechnik. Damals stieß ich damit auf taube Ohren, konnte sich keiner vorstellen, was ich mit einem Computer im Film anfangen wollte. Nun denn, das ist Schnee von gestern und ich arbeite heute leider nicht in  oder für Hollywood. Aber Tim Ketzer tut das. Er ist nach USA gegangen und hat an einigen bekannten Projekten als CGI SFX Mann gearbeitet. Unter anderem für Filme wie Fräulein Smillas Gespür für Schnee, Space Jam, Sphere und Titanic. Von eben diesem Tim Ketzer bekam ich dann irgendwann mal eine e-Mail, damals noch auf meinen AMIGA. Da stand sein Wagen unterhalb der Hollywood Hills, eben jener Delorean, den ich nur aus dem Film "Zurück in die Zukunft" kannte. Ich hatte bis dahin angenommen, der Wagen sei ein Prototyp und nun erfuhr ich, es ist ein Serienfahrzeug. Mein Interesse an dem Wagen wuchs, zumal ich ein begeisterter Fan von Zeitreisen bin. Außerdem sah er einfach fantastisch aus, Edelstahl, wahnsinnig flach und breit und dann die Flügeltüren....

Dann schlummerte dieses Interesse ein wenig, bis zu dem Tag, an dem ich mich mit einem Bekannten in Gelsenkirchen traf. Stefan K. hatte sich einen roten Renault Alpine GT gekauft. Ein echter Knaller. Auch ein Wagen aus den 80´er Jahren, einfach schön.  Nach dem ich genügend Bewunderung für seinen Wagen gezeigt hatte, fragte er mich, welchen Wagen ich mir denn kaufen würde, wenn es um einen Klassiker ging. Meine Antwort kam schnell und verblüffte sowohl ihn als auch mich :-) EINEN DELOREAN.  Als ich danach wieder nach Hause fuhr, grübelte ich immer mehr über den Wagen nach, ging dann in´s Internet und schaute mal was sich da finden ließ. Zunächst mal ein sehr schöner Schlüsselanhänger mit DMC Logo. Dann eine DMC Uhr vom Delorean Owners Club in USA, mit einem fahrenden Delorean als Sekundenzeiger. Auf Autoscout 24 fand ich dann sogar einen Delorean zum Verkauf. Der Verkäufer saß irgendwo in Süd-Deutschland. Da wir ja regelmäßig am Jahresende nach Bayern fahren, wäre ein Besuch bei dem Herrn vielleicht ganz interessant. Ich rief kurzentschlossen bei ihm an, konnte aber nur eine Nachricht auf dem AB hinterlassen.  Es verging eine ganze Weile, ich hatte schon nicht mehr an den Mann gedacht, da fand ich wiederum eine Nachricht auf meinem AB. Der Wagen sei noch nicht verkauft und eine Besichtigung sei nach Absprache möglich. Wie sich herausstellte, stand der Wagen ca. 120 Kilometer von Bad Reichenhall entfernt. Als wir dann nach Reichenhall fuhren, hab ich einen Ausflug nach Bad Wiessee vorgeschlagen, eben um diesen einmaligen Wagen mal aus der Nähe zu sehen. Es war reichlich kalt und verschneit, als wir den Ort und den Wagen gefunden hatten. Die Kälte wich aber einer regelrechten Hitze, als der Mann die Garage öffnete und der Wagen zum ersten Mal live vor mir stand, in all seiner Breite und Herrlichkeit. Meine Eltern, die den Wagen bis dahin nur von Fotos kannten und ihn nur mäßig attraktiv fanden, waren ziemlich angetan von der Optik. "Der sieht ja gefährlich aus"   :-) Über meine Absichten bezüglich des Wagens muß ein Irrtum vorgelegen haben. Meine Eltern dachten, ich wolle den Wagen kaufen. Das wollte ich aber definitiv nicht. Ich wollte lediglich die Gelegenheit ergreifen, so einen Wagen mal wirklich zu sehen, anzufassen. Etwas, wovon komischerweise viele noch heute träumen. Nun, mein Traum hatte sich erfüllt. Aber der Traum war noch nicht zu Ende. Ich hörte meine Eltern wie aus der Ferne sagen "Willst Du dir den wirklich  kaufen ?" Wieso kaufen, ich wollte den doch nur mal sehen.  Und nun wurde ich ja geradezu zum Kauf genötigt :-) Dann sagte ich einach "Ja, ich will".  Es fehlte nur noch der Standesbeamte und die Worte "Sie können den Wagen jetzt küssen". Ich saß drin und war einfach weg. So schnell wollte ich aus dem Wagen nicht mehr heraus. Irgendjemand muß meinen Wunsch gehört haben, denn ich kam wirklich nicht so schnell aus dem Wagen. Die Türen gingen nicht mehr auf und aus dem Fenster kann man bei dem Wagen nur als Schlangenmensch klettern. nach zahlreichen Versuchen kam ich dann aber doch wieder heil heraus. Danach ließ sich die Türe wieder nicht öffnen. Der Verkäufer versprach mir, den Fehler zu beseitigen und ich sprach derweil mit der Bank, damit sie das Geld auf sein Konto überweisen konnten. Der Vertrag sollte dann ein paar Tage später geschlossen werden. Ich konnte es kaum abwarten, bis die Zeit um war. Wir fuhren wieder hin und MEIN Wagen stand da prächtig in der Garage. Leider kam er da aber nicht raus. Der Besitzer mühte sich vergeblich ab, den Wagen herauszufahren. Immer wieder krachte es im Getriebe, es tat mir in der Seele weh, das zu hören. Ich bot ihm dann an, den Wagen selbst herauszufahren. Ich konnte aber auch nicht ohne ein leichtes Knirschen in den Gang kommen, irgendwas war nicht OK. Ich ging sehr vorsichtig zur Sache. Aber dann war plötzlich alles ganz einfach, der Schaltknüppel ließ sich wunderwar in alle Richtungen bewegen, sogar ohne Kupplung. Irgendwie war wieder was kaputt und all diese kleinen Macken, zusammen mit der Erkenntnis, daß ein Schaltwagen aufgrund meiner langen Beine nicht ideal war, hat mich dazu gebracht, den Vertrag nicht abzuschließen. Ihm tat es leid, mir tat es leid, aber meinen Eltern tat es besonders leid. Sie waren regelrecht enttäuscht und wollten, daß ich den Wagen doch noch nehme. Ich hatte mich aber bereits dagegen entschieden. Zu groß war mein Mißtrauen. Der Wagen war so oft an- und abgemeldet worden, hatte kaum was an Kilometern gefahren und war dennoch in einem schlechten Zustand (soweit ich das damals beurteilen konnte). So fuhren wir teilweise enttäuscht wieder nach Hause. Immerhin war ich meinem Traum sehr nahe gekommen, ja eigentlich noch viel mehr als das.  In Essen erwartete mich dann eine e-Mail aus der Schweiz. Dort hatte ich einen Kontakt über Ebay geschlossen. Der Mann verkaufte regelmäßig Delorean -Artikel, z.B. Kataloge etc. Er bot mir aber in dieser Mail einen kompletten Wagen an. und es war sogar ein Automatik-Getriebe, womit die lange-Beine-Problematik erledigt war.  Nachdem die Weichen schon einmal gestellt waren, erzählte ich meinen Eltern davon, die kurz entschlossen für das kommende Wochenende einen Kurztrip in die Schweiz anboten. Dann solle ich doch dort den Wagen kaufen, wenn er denn in einem ordentlichen Zustand sei. Und da stand er, mein "stainless" Dream :-)

 

Zunächst habe ich noch eine Nacht warten müssen. Ein paar Dinge haben wir noch klären müssen. Der Kühler z.B. hatte eine kleine Undichtichtigkeit. Also sollte ein neuer eingebaut werden und auch die Beifahrertüre schloß noch nicht korrekt.  Wir verabredeten uns für den nächsten Morgen, bis dahin sollte alles nach Wunsch verändert sein. Unser Hotel in Konstanz war sehr schön, das Abendessen war wundervoll aber die Spannung vor dem kommenden Tag war durch nichts zu überbieten. Ich schlief nur sehr unruhig und war heilfroh als die Nacht vorüber war.  Dann war es endlich so weit, kurz nach dem Frühstück sind wir wieder hin und dann konnte es endlich losgehen !! Nachdem ich meinen "Schatz" in Besitz genommen hatte, fuhr ich knapp 800 Kilometer an einem Stück nach Hause, ohne großartig Kenntnisse über den Wagen zu haben. Der Verkäufer, Christoph W., hatte mir eine kurze Einführung gegeben und mir eine gute Fahrt gewünscht. Ich war mehr als nur nervös :-) Mir wurde eiskalt. Es war Anfang Januar und dazu kam die Tatsache, daß ich vergessen hatte, wie man die Temperatur bzw. die Klimaanlage regelte. Ich zitterte vor Aufregung und Kälte geichzeitig, ein fantastisches Gefühl :-) Während der Fahrt kam es immer wieder vor, daß ich von anderen Autos ausgebremst wurde, damit man den Wagen näher betrachten konnte. Meine Eltern waren  als Security-Fahrzeug da, um mich abzuschirmen, dennoch wurde es das eine oder andere Mal schwierig. Bei der ersten Tankstelle sorgte ich ebenfalls für Aufsehen. "Ist das nicht das Auto aus dem James Bond Film ?". Solche Fragen, ebenso wie die fachliche Auskunft von anderen "Den kenne ich , der ist aus Aluminium" hörte ich von da an öfter.  Ich war nur froh, als ich endlich mit dem Wagen in Essen ankam, soweit unbeschadet und mittlerweile auch aufgetaut, da ich dann doch noch herausbekommen hatte, wie man die Temperatur richtig regelt.

Stolz wie Oscar, so fühlte ich mich an diesem Abend im Januar 2001. Das Gefühl ist heute noch das gleiche. Ich bekomme  immer noch  dieses Glücksgefühl, wenn ich mich an´s Steuer meines Deloreans setze und ein "Dauergrinsen" im Gesicht hab.

Aber es geht auch anders, das Grinsen weicht einem ungutem Gefühl. Nämlich dann, wenn was mit dem Wagen nicht stimmt. In meinem Fall stimmte gleich am nächsten Tag etwas nicht. Der Wagen sah am Morgen danach aus, als sei er gerade von einer Zeitreise zurückgekehrt. Überall mit Eis bedeckt. Ich wollte den Wagen erstmal in die sichere Garage in der Innenstadt bringen. Als ich aber von unserem Haus abfuhr, beschleunigte der Wagen ohne mein Zutun. Beim Tritt auf die Bremse heulte der Motor auf. bremste ich aber nicht, zog er sofort an. Irgendwas stimmte mit dem Gaszug nicht. Ich kannte das von einem anderen Auto und tippte auf einen "ausgefransten" Gaszug. Es blieb mir nichts anderes übrig, als den Wagen in meine bevorzugte Werkstatt schleppen zu lassen. Dort schaute man sich ratlos an. Keiner hatte so einen Wagen schon mal aus der Nähe gesehen. Keiner hatte Ahnung von einem Delorean. Da sich das Problem auf den Gaszug beschränkte, versuchte ich Ersatz zu bekommen. In meiner Not rief in verschiede Nummern der Delorean Club Seite im Internet an. schließlich rief ein Clubmitglied zurück und erkundigte sich erstmal nach meinem Standort. Als er hörte, ich sei aus Essen, da meinte er nur "Da hilft Dir bestimmt der Manni".

Manfred, "Manni" oder auch manchmal als Manni McGyver bezeichnet, half mir in der Tat. Innerhalb von Stunden war er bei mir, legte sich sofort unter den Wagen und schaute sich alles an. Der Gaszug war nicht defekt, nicht im Mindesten. Er war lediglich durch die Kälte vereist und nach einiger Zeit wieder gängig. Gut, daß es so gekommen war, denn das war der Beginn, einer wunderbaren Freundschaft. Ich lernte den Mann kennen, der mein Hobby teilt und mir in vielerlei Hinsicht geholfen hat. Durch seine fachliche Kompetenz ist er ein guter Lehrer und ein unersetzlicher "Schrauber". Leider ist er sehr kamerascheu und versteckt sich sofort.

Schon bald war das erste Delorean Teffen und dazu noch ganz in meiner Nähe, in Bottrop. Eine lange Anfahrt entfiel somit und es waren wunderbare Tage im Kreise von 25 Delorean-Fahrzeugen aus Deutschland und Holland.

Der gemeinsame Besuch im Warner Filmpark in Bottrop-Kirchellen sollte viel Aufmerksamkeit erregen. Viele ZIDZ (Zurück in die Zukunft) Fans waren von überall hergekommen, um die Wagen zu sehen. Sie hatten reichlich Gelegenheit dazu, denn so viele Deloreans sieht man nicht alle Tage.

Noch schöner war der Zufall, daß mein Freund Uwe S. an diesem Tag Geburtstag hatte und der harte Kern der TUF-Gemeinschaft (Erklärung an anderer Stelle) ihn zu einer Überraschungsfahrt nach Bottrop mitgenommen hatte. Ich wollte ihm zu seinem Geburtstag eine besondere Freude machen und mit ihm im Delorean an einer der Paraden durch den Park teilnehmen.             Leider ist es nicht dazu gekommen, weil die Parkleitung plötzlich Fracksausen bekam und den Konvoi nicht zuließ.

So ging mein erstes Deutschland-Treffen zu Ende und gleich danach wurde mein Wagen auseinandergenommen. Manni hatte einiges an dem Wagen zu verbessern und wirklich direkt am nächsten Tag nach dem Treffen wurde der Wagen in nur wenigen Stunden "entkernt". Es sah schlimm aus. Keine Türverkleidung mehr, kein Himmel, kein Teppich, nur der Fahrersitz  eingebaut, das Amaturenbrett losgeschraubt usw.

Alles war nur soweit befestigt, daß der Wagen die Fahrt bis nach Oberhausen schaffte. Dort wurde er dann für längere Zeit "eingemottet". Der Sinn war, aus dem Wagen ein echtes Schmuckstück zu machen. Alles sollte in schwarzem Leder erneuert werden, wo jetzt nur Kunststoff war. Alles, aber auch wirklich alles wurde mit Leder oder mit neuem schwarzen Stoff überzogen. Dann wieder Stück für Stück zusammengebaut. Gleiches geschah mit der Technik. Der Motor wurde teilweise demontiert und gereinigt, alle wichtigen Schläuche und Leitungen ausgewechselt.  

Hier sieht man z.B. die Ansaugbrücke und die Einspritzanlage

Hier die etwas unansehnlich gewordene Wasserpumpe.

Als all die Teile so in der Garage herumlagen (und es waren nicht wenige), da hatte ich so einen Moment gedacht "ob das wohl jemals wieder laufen wird ?". Aber an einem Dienstagabend war es dann soweit und Manni forderte mich auf, den Wagen wieder zum Leben zu erwecken. Batterie angeklemmt, einmal den Schlüssel gedreht und sofort wieder zurück. Nur ganz sachte und langsam sollte der Wagen aufwachen. Noch waren nicht alle Flüssigkeiten wieder da, wo sie hingehörten. Da muß man behutsam vorgehen :-) Und dann sprang er an und gleich danach wieder ausmachen. Die Freude sollte nur ganz kurz währen. Aber Manni wollte ganz auf Nummer sicher gehen. Dieselbe Prozedur noch ein paar Mal und dann durfte ich ihn endlich laufen lassen, ach war das herrlich......

Seit diesem Tag sind jetzt rund 7 Jahre vergangen und es macht immer noch Spaß. Im letzten Jahr wurde noch ein neues Fahrwerk eingebaut. Leider gleich zweimal hintereinander, weil das erste nicht funktionierte. Noch ist es nicht optimal eingestellt, aber das wird im April/ Mai 2008 wohl abgeschlossen sein. Dann kann ich wieder beruhigter an so mancher Rally teilnehmen, ohne das mein Co-Pilot aussteigen muß, damit ich nicht aufsetze. Aber da muß ich mir wohl eh einen neuen suchen. Mein langjähriger Rally-Begleiter hat sich jetzt auch für einen Delorean entschieden.......

Das wird wohl genügend Stoff für neue Geschichten rund um den Delorean geben. Ich werde hier davon berichten :-)

to be continued......

BACK TO BOTTROP I

Wieso jetzt Bottop ??? Weil da eben der neue Delorean für meinen lieben Freund Ralph entsteht. "Doc" Manni Lohr hat in Bottrop einen größeren Schuppen und hat neben seinem Bi-Turbo noch einen anderen Wagen auf kleiner Flamme stehen ;-)  Wie schon geschrieben, Ralph hat sich vom Delorean anstecken lassen und es hat sich halt so ergeben, daß Manfred zusammen mit Ralph an einem Wagen arbeiten. Ich komme dann ab und zu vorbei und bestaune den Fortschritt.  Hier mal ein paar Impressionen....

Hier waren wir mal in Familie auf Besuch bei Manni. Das war zur Zeit der Techno-Classica in Essen und so hat  Enno, der auch zur Techno-Classica gekommen war, ebenfalls einen Besuch abgestattet. Im Vordergrund sieht man den schön überarbeiteten Rahmen. Nun werfen wir mal ein Auge auf den Rest.

So sieht er von der anderen Seite aus. Daneben erkennt man unschwer einen weiteren Delorean. Das ist der schon angesprochene Bi-Turbo. Ist man schon den (Freuden-)Tränen nahe, wenn man mal einen Delorean sieht, Manni hat gleich drei davon.....

Und hier steht die GFK Karrosserie Kopf  !!!

Wenn man so reinkommt und die steht da an der Wand, das wirkt recht bedrohlich....

Was so schön golden schimmert  ist die überarbeitete Bremsanlage. Ist die Originale, nur viiiiieeeel schöööner.

Wie sagte doch Doc Brown so treffend: Wenn man schon einen Delorean baut, dann bitte mit Stil           (ich weiß, der Text lautete anders, aber es kommt schon hin....)

Angesichts der schönen überarbeiteten Teile möchte man am liebsten auch gleich alles nochmal aufarbeiten. Allerdings muß man dann auch so ein Könner wie der Manni sein. Für mich, der sich höchstens im Modellbau-Bereich mit Autos auskennt, ist das so nicht zu bewerkstelligen. Ich bewundere in aller Stille,  wie das Kunstwerk so nach und nach entsteht. Und ich freue mich für Ralph, daß er so ein schönes Auto bekommt.  Ein paar Wochen waren vergangen, seit ich der Baustelle einen Besuch abgestattet habe. Bei der nächsten Visite sah schon wieder alles anders aus.... HOCHZEIT !!

        

                

Dieser Anblick kam mir irgendwie vertraut vor :-) Allerdings hatte ich noch die Türen drin.

Hinten am Motor sieht es auch schon prima aus.

Tja und vorne steht der Manni und arbeitet am Bremszylinder...

So schreitet also das Projekt voran und ich werde die Entwicklungsstufen hier ein wenig demonstrieren. Bis bald !!

Mittlerweile hat sich einiges getan. Zunächst mal mußte Manni mitsamt den Wagen und allen Teilen umziehen. Aber vorher kam noch das.....

Deloren-Treffen in Sinsheim 2008

Kurz zuvor hat es ein Treffen in Sinsheim gegeben. Auch ich habe dem Treffen für einen Tag beigewohnt, weil es gerade auf meiner Route lag. Ich war mit meinen Eltern und den beiden Oldies durch Bayern/Österreich gefahren, insgesamt ca. 2.500 Kilometer. Auf dem Rückweg haben wir dann noch einen Stop in Sinsheim eingelegt. Insgesamt waren wir dann mit 25 Autos vertreten, aber alle hab ich nicht gleichzeitig auf ein Foto bekommen.

Bevor aber alle Delorean anwesend waren, war ich am Freitagmorgen schon mit meinen Eltern einige Stunden durch das Technik-Museum Sinsheim gelaufen, einfach großartig.

Neben den tollen Flugzeugen, die man so aus nächster Nähe nur selten zu sehen bekommt, sind natürlich auch viele Autos zu bestaunen. Viele Besucher bestaunen auch alljährlich dieses Fahrzeug.....

Stand der Delorean vorher noch ein wenig "versteckt", so hat er seit dem letzten Jahr einen Platz bekommen, wo er auch gut sichtbar ist und entsprechend bewundert wird. Nach dem Rundgang durch verschiedene Hallen und Flugzeuge, darunter auch die Concorde und das russische Gegenstück, und dem Besuch des IMAX-Kinos (WAHNSINN IN 3D), ging es dann zurück zum Parkplatz, wo ich meinen Wagen abgestellt hatte. Dort wartete schon ein Päarchen, das eifrig Fotos vom Delorean machten. Ich hörte, wie sie sich auf Englisch unterhielten und sagte so nebenbei "Mit offenen Türen sieht der noch besser aus" (natürlich auf Englisch). Dann schloß ich den Wagen auf und die erstaunten Gesichter der beiden waren köstlich. Dann wurden noch mehr Fotos gemacht und ich mußte so einiges erzählen. Obwohl der junge Mann aus USA war, hatte er noch nie einen Delorean gesehen oder angefaßt. Ich erzählte den beiden dann, daß an diesem Tag noch viel mehr kommen würden und es sich lohnen würde zu warten. Das haben die beiden auch getan und kamen am Nachmittag nochmal vorbei um sich alle Autos anzusehen. Das Delorean-Club-Treffen wurde mit einem gemeinsamen Essen am Freitagabend so richtig gemütlich. Allerdings haben meine Eltern und ich uns zeitig zurückgezogen, da wir ja am Samstag wieder nach Essen mußten. Manfred und Ralph, die ebenfalls gekommen waren, haben wir mit den restlichen Clubmitgliedern zurückgelassen. Wir sind dann auch gut am Samstag angekommen. Sonntagabends um 20:30 ging das Telefon.....

Ich dachte, das sind vielleicht Manfred und Helga, die nur sagen wollten, daß sie gut angekommen seien. Es war auch Manfred, aber der steckte mit seinem Wagen noch vor Koblenz fest. Nix wollte mehr gehen, der Fehler im Regen und Dunkelheit nicht gut zu lokalisieren. Nach mehreren Gesprächen einigte man sich darauf, daß die beiden mit einem Zug nach Essen fahren würden und Manfred und ich haben dann am Montagmorgen den Wagen mit einem Hänger von einem Autohof abgeschleppt.

Back to Bottrop II

Den Wagen haben wir dann nach direkt nach Bottrop gebracht, zur neuen Halle. Der Umzug war nicht weit, nur um die Ecke. Dafür aber war vieles mitzuschleppen. Dazu gehörten auch drei Fahrzeuge, die nicht selbstständig fuhren, sondern fahruntüchtig waren. Dabei hatte der Wagen von Ralph bis dahin noch keine Räder drunter, der stand noch aufgebockt und mit Seilen gesichert in der alten Halle. Also haben wir kurzentschlossen auf beide Vorderräder die Noträder montiert. Das sah witzig aus. Noch witziger war der krasse Unterschied zu den Hinterrädern, die wir uns vom Bi-turbo Fahrzeug ausliehen.

 

 Vorne ein Kinderrad, hinten 285´er Räder.

Aber egal, der Wagen stand erstmalig wieder auf Rädern und konnte dann mit Manneskraft aus der alten Halle raus- und in die neue Halle reingerollt werden. Als wir den Wagen eingeparkt hatten, konnten wir dann auch den zweiten Wagen, den Bi-Turbo hinfahren. Dafür mußten wieder die Räder getauscht werden und zum Schluß noch der angeschlagene E-L 300. Der steht aber mittlerweile wieder in seiner richtigen Garage.

Weitere Fotos und Berichte folgen in Kürze   (wenn ich mal wieder in Bottrop gewesen bin und Fotos gemacht habe...)

So geschehen am 16.09. 2008. Ich bin kurz in Bottrop vorbeigefahren um mal wieder einen Status Quo zu bekommen. Das Ergebnis läßt sich schon als Auto bezeichnen. Die Türen sind mittlerweile eingehängt, der Innenraum ist mit Teppich und Leder bezogen worden


und in  meinem Beisein sind die frisch aus England kommenden, überarbeiteten Kotflügel .....


sowie die Kofferraumhaube aufgesetzt worden.


Man erkennt unschwer, hier entsteht ein Delorean.

Am 28. Februar 2009 hab ich es wieder mal geschafft, den Fortschritt beim Wagen zu dokumentieren.

Mittlerweile waren die vordere und hintere Stoßstange montiert, das Innenleben fast fertig und auch sonst sah es schon recht komplett aus....

Dann wurden noch die Türen ausgerichtet, was nicht ganz so einfach war. Alles ist ja irgendwie "neu" und die Materialien müssen sich erst miteinander vertragen. Aber Manni hat da seine ganz eigene Art die Dinge anzupacken und so hat er dann schließlich alles eingerenkt.


So sieht ein strahlender Delorean Besitzer aus, der es wohl kaum noch erwarten kann, endlich eine Runde mit dem Wagen zu drehen....wenn nur bloß die Teile vom Lackierer zurückkämen.....ach und die neuen Räder müssen ja auch noch dran :-)

Aber auch die waren dann endlich abgeholt und montiert und die Teile vom Lackierer mit dem gewünschten Resultat zurück.

Leider war ich nicht mehr dabei, als es am 29. März 2009 endlich hinaus in die Freiheit ging. Diesen historischen Moment habe ich  verpaßt. Aber ich freue mich schon auf das Filmmaterial.

   

Lustigerweise bin ich mit der Fertigstellung des Wagens auch an die Grenze der Webseite gestoßen. Das hat ja prima gepaßt. Ein dickes Lob an Manni für sein Können und seine Geduld und Ralph wünsche ich allzeit gute Fahrt mit dem neuen Wagen.