An dieser Stelle erzähl ich ein wenig über meine Pinball-Sammlung und...

.... natürlich auch ein wenig historisches über den Flipperautomaten allgemein.

Also, der Flipper ist schon recht alt. Sein Ursprünglicher Name (Pinball) kommt aus den USA. Wohlgemerkt nur der Name. Das Prinzip des Spiels ist noch älter. Im Wesentlichen handelte es sich um ein mit Nägeln (Pins)  beschlagenes Brett, auf dem eine oder auch mehrere Kugeln ihr Ziel finden müssen.  So was in dieser Art :

Das ist ein antikes und unglaublich kostbares Stück Flippergeschichte. Es geht aber auch ein wenig billiger. Der nächste Flipper ist aus den 40´er Jahren und sieht unserem Flipper von heute schon ähnlicher. Bei dem oberen Flipper bekommt man die Punkte, wenn die Kugel unten im Kasten zum Liegen kommt. Dort gibt es Fächer mit unterschiedlicher Punktewertung. Beim unteren Modell kann man nur punkten, wenn sie in den Vertiefungen hängenbleibt. Alle Bälle die durchfallen bringen keine Punkte. Man erkennt auf dem Bild auch noch den mechanischen Kugelheber (roter Hebel). Damit wurden die Kugel(n) wieder freigegeben.

Waren dies noch rein mechanische Geräte, kamen dann später die ersten elektro-mechanisch betriebenen Pinballs. Ich hab so einen auf der Flipper Convention 2007 stehen sehen:

Flippergeschichte

1947 werden die Flipperfinger erfunden, von einem Techniker bei der Firma Gottlieb, einem bekannten Flipperautomaten-Hersteller in USA. Interessant dabei ist, daß die Flipperfinger noch am Rand installiert waren und von außen nach innen schlugen. Neben Gottlieb gab es noch Williams. Diese beiden Firmen teilten sich den Markt  auf. Doch auch die Firma Bally stellte vereinzelt Flipper her. 1954 werden die ersten Flipper für 2-4 Leute hergestellt. Die Materialien ändern sich. Waren die Beine und Kassentür vormals noch aus Holz, so werden sie nun aus Metall gefertigt. 1958 kommen erstmalig nennenswerte Mengen an Flipper aus den USA nach Deutschland. Damals zu einem Preis der fast einem neuen  Volkswagen entsprach, rund 4000 DM !!! 1960 werden die Geräte meist einheitlich von der Form her gebaut. So wie sie auch heute noch Bestand hat. Dabei sitzt das Kopfteil (Lite-Box) auf einem Halsstück. Im Bild oben kann man noch das alte Design erkenne, wo die Lite-Box noch direkt auf dem Flippertisch montiert war. In Deutschland erhält der Spieler in der Regel 1 Spiel für 20 Pfennig und 3 Spiele für 50 Pfg. Nahezu von Beginn an waren die Flipper einstellbar für 3 oder 5 Kugeln pro Spiel. Während z. B. in den USA bis in die 1970er das 5-Kugel-Spiel die Regel war, wurde in Deutschland seit Beginn meist mit 3 Kugeln gespielt. 1961 kommt der letze Flipper mit  einer Punktanzeige durch Leuchtfelder. Die Walzen- bz.w Rollen-zählwerke haben sich durchgesetzt. 1963 steigen Bally und CDI (Chicago Coin) voll in den Flippermarkt ein, den sie zuvor nur sporadisch belieferten. 1964 wird der Kugelheber schrittweise abgeschafft und die automatische Kugelvorlage eingeführt. Ab 1965 werden immer mehr Geräte in einem modernen, zeitgemäß psychedelischen Grafikstil produziert. Viele Geräte besitzen nun die Möglichkeit 1 DM einzuwerfen (6 Spiele für 1 DM) ... ein fabrikneuer 4-Mann-Flipper kostete in Deutschland etwa 4500 bis 5000 DM. 1966 erscheint der erste 4-Mann-Flipper mit Multi-Ball-Spiel (3 Kugeln zeitgleich möglich). 1968 ist das erste Jahr, in dem der Flipperabsatz in Deutschland stagniert, was aber nichts mit der stetig wachsenden Beliebtheit der Flipper zu tun hat, sondern damit, dass in diesem Jahr eine neue Generation von Geldgewinnspiel-Automaten mit 20 Pfg. Einsatz und das neuartige Pool-Billard aufkommen, weshalb die Aufsteller vermehrt in solche Automaten investieren. Ab 1969 ist der Flipper auch in Deutschland ein fester Bestandteil der Jugendkultur. Begriffe wie „ausgeflippt“, „Game Over“ und „Tilt“ werden zu eigenständigen Ausdrücken, die sich in der Umgangssprache verankern. 1970 beginnt die Inflation der Zählwerke mit der Verwendung von stationären Nullen. In diesem Jahr wird auch der Outhole-Bonus erfunden, eine Punktzahl, die während des Spiels aufgebaut wird und beim Verlassen des Spielfeldes aufgezählt wird. Der Hintergedanke dabei war, die verbreitete Unsitte, den Flipper beim Verlust der Kugel zu treten und zu schlagen, zu verhindern, weil im Falle des Tilt diese Wertungen dann verloren gingen. Der Outhole-Bonus wird nach kurzer Zeit zum unverzichtbaren Spielelement und zu einem wichtigen Bestandteil aller Flipper. 1971 setzt sich in Deutschland der 2-DM-Einwurf durch (10 Spiele für 2 DM), der Einwurf für Groschen verschwindet. 1975 erreicht ein Flipper erstmals eine Produktionszahl von über 10.000 Exemplaren. Deutsche Spieler zahlen mittlerweile in der Regel für 1 Spiel 50 Pfg., für 3 Spiele 1 DM und für 7 Spiele 2 DM. 1976 setzt sich der Trend, real existierende Personen, Filme oder sonstige bekannte Dinge als Flippermotiv zu verwenden, durch. Dies gab es schon davor, aber nicht in der Form offizieller Lizenzierung. Erstmals seit Jahrzehnten gibt es wieder verspiegelte Buntglasscheiben. In dieser Zeit gelingt es spanischen Herstellern für kurze Zeit beachtliche Stückzahlen abzusetzen, nicht zuletzt aufgrund einer großangelegten Markteinführung durch den angesehenen Importeur Löwen-Automaten. Die vor der Tür stehende Einführung der Elektronik beendet dieses Intermezzo jedoch schon sehr bald. 1977 erscheint der erste elektronische (Solid-State-)Flipper in Großserie. Versuche und Kleinserien derartiger Geräte gab es seit einigen Jahren. Zunächst erscheinen die meisten Flipper in elektronischer und elektromechanischer Ausführung. Mitte 1978 ist diese Übergangszeit beendet, lediglich Gottlieb hält bis Ende 1979 auch an der Elektromechanik fest. Erstmals erreicht ein Flipper eine Produktionszahl über 20.000. Ab sofort werden kaum noch 1- und 2-Mann-Flipper gebaut. In Deutschland wird der 5-DM-Einwurf eingeführt (in der Regel 14 Spiele für 5 DM). 1977, 1978 und 1979 sind die erfolgreichsten Jahre für die Flipperindustrie überhaupt. Alle vier großen Hersteller, angeführt von Bally, verkaufen mehr Stückzahlen denn je. Die Gerätevielfalt ist enorm, einige kleine Hersteller kommen hinzu, es erscheinen auch einige sogenannte Cocktailtisch-Flipper. 1977 beginnt in Deutschland der bundesweite Trend, ausgemusterte Flipper im Eigenheim aufzustellen, in den 1980ern sind bereits mehr Flipper in Privathaushalten als öffentlich zu finden. Ab 1978 erscheinen, ausgelöst durch Atari, die von 1977 bis 1979 Flipper in Großserie anboten, von allen Herstellern überbreite Wide-Body-Flipper, die mit Beginn der Krise Anfang der 80´er wieder verschwinden. Wide-Body-Flipper gab es allerdings schon länger, speziell Williams brachte vereinzelt welche auf den Markt.
1978 erschien der erste Flipper, dessen Buntglasscheibe nicht mehr im Siebdruckverfahren, sondern im Laserdruck hergestellt wird. Das neue Verfahren bot mehr Möglichkeit für Details, aber Farben-und Leuchtkraft der neuen Scheiben konnten mit den bisherigen nicht mithalten. 1979 ist weltweit das Jahr der höchsten „Flipperdichte“, allein in Deutschland werden in diesem Jahr knapp 40.000 Flipper neu gekauft, rund 200.000 sind öffentlich aufgestellt. In diesem Jahr werden auch die ersten Geräte mit komplexen Soundsystemen, die auch Hintergrundgeräusche erzeugen, mit großem Erfolg präsentiert. Flipper sind allgegenwärtig, man findet sie in dieser Zeit z. B. auch in Waschsalons, Kaufhaus-Eingängen und als Deko in TV-Shows. Der Wertverfall gebrauchter Flipper steigt rasant an. Konnte man in den 60´ern von einer etwa 8-jährigen Nutzungsdauer eines Flippers ausgehen, so gilt ein Flipper nun bereits nach zwei Jahren als völlig veraltet. Die Geräte kosten mit etwa 4000 DM allerdings auch weit weniger als in den 60´ern, vor allem wenn man die inflationäre Entwicklung der DM in Betracht zieht. 1979 erscheint mit Gorgar der Firma Williams Electronics der erste sprechende Flipperautomat. Er verfügt über ein Vokabular von sieben Wörtern. Ende 1979 erscheint der letzte elektromechanische Flipper. Die allgemeine Farbgebung der Geräte ändert sich. Waren die Gehäuse bis dato zu 90% weiß und die Farben hell und leuchtend, so werden die Gehäuse nun meist schwarz und die Farben düsterer. Die typischen Pin-Up-Motive verschwinden allmählich zugunsten von Fantasy und SF-Motiven. Der Spielpreis in Deutschland steigt in der Regel auf 1 DM pro Spiel, für 5 DM gab es normalerweise 10 Spiele. 1980 reagiert die Flipperindustrie auf die starke Konkurrenz der Videospiele, mit Double-Level-Spielfeldern und jeder Menge neuer Features, welche die Flipperfanatiker wie nie zuvor begeistern, die Masse der Spieler auf Dauer aber abschreckt. 1981 präsentiert Gottlieb den letzten 1-Mann-Flipper. Die bis dato sehr konservative Firma führte 1980 den Lautsprecher im Kopfteil ein und baute mit wenigen Ausnahmen von 1980 bis 1982 fast ausschließlich Wide-Body-Flipper, wovon jedoch nur wenige erfolgreich waren. 1982 findet, ähnlich wie 1975-76 aus Spanien, eine „italienische Invasion“ statt, die jedoch nach nur zwei sehr erfolgreichen Geräten rasch wieder abebbt. Die amerikanischen Firmen haben starke Absatzprobleme, es erscheinen einige sehr seltsame Mutationsgeräte, die versuchen, Flipper und TV-Spiel zu kombinieren.
1983 befindet sich die Flipperindustrie auf einem ersten völligen Tiefpunkt. Drei Gründe waren dafür hauptausschlaggebend: Die ungeheure Beliebtheit der TV-Spielautomaten, die Tatsache, dass mittlerweile fast genausoviele Flipper in Privathaushalten wie in der Öffentlichkeit standen, und die neue Flippergeneration, die durch ihre komplizierten Spielsysteme die Masse der Gelegenheitsspieler abschreckte. TV-Automaten waren außerdem weniger störanfällig und weniger pflegeintensiv als Flipper, was für den Aufsteller bares Geld bedeutete. Erschwerend hinzu kam noch der damals immens hohe Dollar-Kurs. Bally und Gottlieb ließen, ohne Erfolg, von Ende 1984 bis Mitte 1986 Flipper in Deutschland herstellen, was wenige Jahre zuvor noch völlig undenkbar gewesen wäre. 1983 und 1984 erscheinen nur wenige, einfacher aufgebaute Flipper basierend auf Erfolgsgeräten des vorigen Jahrzehnts, ohne jedoch deren perfekte Optik zu erreichen. 1985 erscheinen erstmals alpha-numerische Displays (bei Gottlieb-Geräten). 1986 beginnt ein neuer Boom. Die Geräte nehmen die Form an die sie bis heute innehaben, mit bedeutend höheren Gehäusen, Rampen und Spielzeugen auf den Spielfeldern und teilweise zusätzlichen Aufbauten und Lampen auf dem Kopfteil. Ziel des Spieles ist nun nicht mehr einzig, die Kugel lange im Spiel zu halten und Punkte zu sammeln, sondern auch, komplexe Aufgaben zu erledigen. Die Elektronik passt sich dem Können des jeweiligen Spielers an und reguliert den Schwierigkeitsgrad des jeweiligen Spiels bzw. reguliert die Freispielgrenzen. 1986 erscheinen auch die ersten Rückscheiben mit Photo-Motiven, diese werden nicht mehr auf das Glas gedruckt, sondern als bloße Folie hinterlegt. Derartige Scheiben sind im Gegensatz zu den sehr empfindlichen Siebdruckscheiben immun gegen Temperaturunterschiede und Feuchtigkeit, bieten aber keinen „Glamour“ mehr.
1988 gehen die Verkaufszahlen wieder stark nach unten, lediglich Williams, seit einigen Jahren unangefochtener Marktführer, kann noch gute Stückzahlen absetzen und übernimmt die Bally-Flippersparte. 1991 erscheint das Dot-Matrix-Display und ersetzt die verschiedenen Zählwerke. Die Branche versucht immer wieder das 2-DM-Spiel zu lancieren, was aber nicht allgemein durchsetzbar ist. 1992 und 1993 erlebt der Flipper nochmals einen Boom. Etwa seit dieser Zeit erscheinen fast ausschließlich nur noch Geräte mit lizenzierten Themen, meist von Filmen. Bally startete den Trend zu Lizenz-Themen im zweiten Drittel der 1970er. Gottlieb folgt bald darauf, Williams schließt sich als letzte Company diesem Trend an. 1994 tauchen wieder einige Wide-Body-Flipper auf.
1995 beginnt erneut eine Krisenzeit für die Flipperindustrie, aus der sie bis heute nicht mehr herausfinden konnte. Im Gegensatz zur Krisenzeit Anfang der 80´er, in der abgespeckt wurde um Kosten zu sparen, werden nun trotz der Absatzprobleme aufwändigere und durchdachtere Flipper denn je produziert. Die teilweise recht seltenen Flipper dieser Baujahre zählen in Fankreisen mit zu den beliebtesten und meistgesuchten. 1999 scheitert der Versuch, eine neue Generation von Flippern mit integriertem Bildschirm zu etablieren. Es verbleibt ein einziger Flipperhersteller (Stern).

Tja, war jetzt vielleicht ein wenig dröge, aber ein doch wichtiger Blick in die Flipper-Geschichte. Wie schon erwähnt, stellt nur noch die Firma Stern (Chicago) Flipper her. Dabei ging es der Firma finanziell nicht so gut. Mittlerweile sind die Produktionszahlen aber wieder recht ordentlich. Der Flipper kommt zurück, in´s Wohnzimmer. Standen früher Flipper nur in Kneipen oder Spielhallen, so finden sich heute dort kaum welche. Mit diesen Geräten ist nicht so viel Kasse zu machen wie mit den Geldfallen, die überall stehen. Der Spieler soll keinen Spaß haben, er soll sein Geld verzocken. Wer einen Flipper genügend oft gespielt hatte, der hatte richtig Spaß für sein Geld und konnte mit nur einem Geldstück oft mehrere Bonusspiele herausholen und den Spaß verlängern. Die geringeren Einnahmen, zusammen mit höheren Wartungskosten, ließen den Flipper dann verschwinden.

Nun zu meiner Sammlung und den Besonderheiten der Flipper

Alles fing mit einem Telefonanruf eines Bekannten an. 

 "Hi, hier ist Stefan, Hast Du heute Zeit ? Ja, was wollen wir machen ? Ich will mir einen Flipper kaufen. Einen Flipper ? Klasse, da komme ich natürlich mit. Wo steht der denn ? In Bochum, ich hol dich ab. Alles klar, bis nachher."

Ungefähr so hat es sich abgespielt. Stefan hat mich dann abgeholt und wir sind Richtung Bochum gefahren. Lag ein wenig versteckt, aber wir haben es dann doch gefunden. Der Mann, mit dem wir uns dann getroffen haben, hatte einen größeren Schuppen auf einem Gelände, das so ein bischen Schrottplatzatmosphäre hatte. Überall lag was herum und es wirkte nicht bsonders aufgeräumt. Aber zurück zu dem Schuppen. Der hatte zwei Räume, in dem einen CHAOS pur. Hier standen und lagen überall Teile von Flippern herum. Der andere Raum war ordentlich aufgeräumt und es standen ein paar Geräte in Reihe. Der erste war ein Centaur 2 von Bally, der nächste ein Lightning von Stern und daneben der Firepower von Williams. Dann gab es noch einen, der mehr nach einem künstlichen Vulkan als nach einem Flipper aussah. Der Verkäufer schaltete alle Geräte ein, damit wir sie ein wenig testen konnten. Eigentlich machten die alle Spaß und jeder hatte etwas Besonderes an sich. Alle drei waren schon Klassiker der Flippergeschichte. (auf die Facts gehe ich hinterher noch ein). Je länger ich an den Geräten spielte, desto mehr wurde ich in ihren Bann gezogen. Irgendwann kam es dann zu der Frage "Und, welchen Flipper möchten Sie nun ?".  Diese Frage war an Stefan gerichtet, nicht an mich. Ich war ja nur als Beobachter mitgekommen. Stefan hatte jedenfalls einen Favoriten und wählte den Centaur 2. Den hätte ich auch genommen. Der Preis ? 750,- DM. Alles klar, der Handel war perfekt. Doch halt, nicht so schnell. Was wäre denn, wenn ich auch noch einen kaufen würde ? Stefan schaute mich ein wenig verblüfft an. "Der Firepower, was soll der kosten ? 450,- DM. Und der Lightning ? 350 DM. OK, 700 DM für beide zusammen ?" Nun schaute mich Stefan mehr als verblüfft an. Sein Mund formte das bekannte O. Tja, so kam es denn, das wir mit drei Flippern im Gepäck das Gelände verließen. OK, nicht sofort, denn erstens mußte ich noch Geld holen und dann mußten die Flipper ja noch abgebaut werden. Ich hab mir meine Flipper in die Area 51 liefern und aufstellen lassen. Da standen sie nun und ich war total vernarrt in die Geräte. Ich war nur ein wenig traurig, denn der Centaur 2 wäre meine erste Wahl gewiesen. OK, dafür hatte ich zwei Geräte zum Preis des Centaur bekommen und die waren auch super. Und jeder für sich ein Klassiker. Here we go:

Die Fotos sind z.T. von meinen eigenen Flippern oder aus der Internet Pinball Database      www.ipdb.org

Firepower by Williams, 1980 (17.410 Stück)

Status: Ein Klassiker, läuft wie geschmiert

 

Der Firepower ist ein klassischer 4-Spieler Flipper. Er verfügt über 3-fach Multiball, 3 Ball-Locks (Kick-out Holes), Sprachausgabe, 1 roll-under Spinner, 3 standup Targets, 4 Pop-Bumpers, 1 Kickback und erstmalig über Lane-Change. Im oberen Teil des Spielfeldes, oberhalb der 4 Schlagtürme Pop-Bumpers, weiß) liegen die 4 Lanes, durch die der Ball nach dem Abschuß laufen kann. Beim Durchlauf wird ein Kontakt geschlossen und die entsprechende Lane leuchtet. Sind alle Lanes durchlaufen gibt es einen Bonus-Multiplikator. Die erspielten Punkte werden 2x, 3x oder 4x berechnet. Man kann nun mittels des rechten Flipperkontaktes die Lane verändern und dadurch erreichen, daß der Ball eine Lane durchläuft, die noch nicht leuchtet. Verfängt sich der Ball in den Schlagtürmen, kann man so recht schnell den Multiplikator erhöhen, da der Ball durch die Schläge wieder nach oben springt. Im miitleren Teil des Spielfeldes sieht man die 2 Standup-Target Bänke ( rot, unterhalb der Schlagtürme). Mit jedem getroffenen Target leuchtet eine Lampe. Leuchten drei Felder links oder rechts, aktiviert sich der Kick-Back. Der Kick-Back verhindert einmalig einen Durchlauf der Kugel ganz links (linke Outlane). Damit geht die Kugel nicht verloren, sondern kehrt in´s Spiel zurück. Hat man alle Standup-Targets getroffen, leuchten 2 von den drei Kugelfängen (Ball-Locks) auf. Welche das sind ist immer unterschiedlich. Ein Ball-Lock liegt im Kopfteil, oberhalb der äußersten rechten Lane (nicht sichtbar). Um den 3. Ball-Lock zu aktivieren muß man erneut alle 6 Targets treffen. Sind alle Locks besetzt beginnt das Bonus-Spiel mit 3 Bällen und man kann erneut  auf die Targets zielen,  um die Bälle wieder zu fangen. Obwohl der Firepower recht einfach aussieht, hat er es doch in sich und die Motivation bleibt dadurch hoch. Zu dem Firepower habe ich noch eine komplette Ersatzspielfläche in sehr gutem Zustand. Das Backglass ist noch handgemalt. Die Signatur des Künstlers wie so oft schwierig auf dem bunten Bild zu finden. 


Lightning by Stern 1981 (2.350 Stück)

Status: Wieder in Funktion und mittlerweile ein echtes Sammlerstück

Der Lightning ist ebenfalls ein 4-Spieler Flipper (alle meine Flipper sind 4-Spieler Automaten, daher gehe ich darauf nicht mehr ein). Er hat gleich eine Reihe von tollen Features. Wichtig ist, daß der Flipper ein  Dual-Playfield hat, also 2 Spielfeldflächen und zwei weitere Extra-Flipperfinger. Er hat Sprachausgabe, zwei Rampen, 3 Drop-Target Bänke, 3 Standup-Target Bänke, 1 Rollunder, 1 Rollunder- Spinner (rechte Rampe) und natürlich 2 Kick-out Holes (da liegen die Kugeln drin). Man hat auch hier einen 3-fach Multiball (maximal), wenn alle Kick-out Holes belegt sind. Zuvor muß man die Bälle dort hineinspielen, wenn das nicht durch den vorherigen Spieler erreicht wurde. Werden nun alle Standup Targets getroffen, dann springen die übrigen Kugeln aus den Löchern und man kann richtig loslegen. In der Mitte des Spielfeldes sieht man noch eine Digital-Anzeige. Dort werden die Bonuspunkte als Tausender angezeigt. Hat man einen voreingestellten Punktewert erspielt (bei mir 250.000), bekommt man noch eine 30-Sekunden Bonusspielzeit., unabhängig davon, ob man die Kugel verliert oder nicht. Bei Verlust wird sofort eine neue Kugel gegeben, bis die 30 Sekunden abgelaufen sind. Schafft man es bestimmte Targets innerhalb der Bonuszeit zu treffen, so wird die Sperre aufgehoben und man kann so lange spielen, bis man alle Kugeln verloren hat. Dieser Flipper ist was Besonderes. Nicht nur wegen des Dual-Playfield Features. Ich hab schon zweimal davor gestanden, ihn zu verkaufen. Aber jedes Mal hab ich es nicht über das Herz bringen können. 1 Jahr lang hatte ich ihn bei mir in der Area 51 stehen, mit einem Zettel "verkauft" daran. Gedanklich hatte ich ihn schon vergeben, aber dann, als ich ihn mal wieder ein wenig aufgefrischt hatte, um mehr Geld dafür zu bekommen, da hab ich mal wieder daran gespielt und ich hab einen fantastischen High-Score nach dem anderen gespielt. Das war für mich so eine Art Zeichen und  da war es wieder nix mit dem Verkauf.  Aber ich mußte mich ein wenig verändern, denn die Flipper nehmen ja auch Platz weg. Der Lightning stand mitten im Raum und nahm viel Platz weg. Eines abends hab ich dann alleine 3 Flipper und noch einen Videospiel-automaten umgesetzt. Nun standen die 5 Flipper in Reihe (wie oben abgebildet) und es gefiel mir so sehr gut. Damit ist aber auch mein Platzangebot erschöpft. Will ich mir jemals noch einen Flipper holen, dann müßte ich wirklich einen verkaufen, denn der übrige Platz ist vergeben. Ich hatte mal ein Gespräch mit einem Flipperhändler. Den fragte ich nach deinem möglichen Preis für den Lightning. Er fragte mich, ob der defekt sei. Als ich verneinte meinte er nur "Dann würd ich den niemals verkaufen". So wird es wohl kommen :-)  Ich dachte immer, dieser Flipper sei der erste, der ein Dual-Playfield hatte, aber es gab davor noch einen anderen, den Black Knight von Williams. Achso, auch der Lightning hat ein handbemaltes und selbstverständlich signiertes Backglas.


Black Knight by Williams 1980 (13.057 Stück)

Status: Nicht mehr in meinem Besitz

  

Beim Black Knight muß ich auf Archivbilder zurückgreifen, da ich den Flipper nicht mehr habe.

Wie schon gesagt, ich hab den Black Knight nicht mehr. Es war der 3. Flipper, den ich mir gekauft habe. Er hat viele interessante Features, darunter das besondere des Dual-Spielfeldes. Aber auch sonst ist der Black Knight mit einer Reihe von Extras ausgestattet, die einen echten Klassiker aus ihm gemacht haben. Schauen wir ihn uns mal näher an.

Hier sieht man schon mal die wichtigsten Dinge auf einmal. 3 Rampen, darunter eine mit Rollunder Spinner, die linke ist eine sog. Hufeisen (Horseshoe-) Lane, die 2 Extra-Flipperfinger, ein Pop-Bumper und ein Kickout-Hole (nicht gut sichtbar); das liegt  links vom Schlagturm. Wer genau hinsieht kann eine Kugel erkennen. Unter dem oberen Spielfeld ist eine Art Tunnel, durch den man den Ball schießen kann und weitere Boni aktiviert (Multiplikator, Multiball).

Hier sieht man ganz gut eine von den 2 Dropdown Targetbänken (Fallziele). Doch es gibt noch mehr.

Auf dem unteren Bild sieht man zwei grüne Kreise, mit Magna Save betitelt. Darunter verbergen sich zwei Magneten, die bei Aktivierung die Kugeln festhalten und ein Abrutschen in die Outlanes verhindern.

Wenn man den Magna-Save Bonus erreicht hat,  kann man über das Drücken eines Kontaktes die Funktion des Magneten einschalten. Dazu befindet sich auf jeder Seite ein zusätzlicher Kontakt zu den sonst üblichen Flippertastern.

Bei einem Spiel von 2 oder mehr Spielern erhält der Spieler mit der höchsten Punktezahl eine Bonusspielzeit. Für uns heute ein wenig ungewöhnlich, ist das Geräusch einer Klingel für die Anzeige des einen oder anderen Bonus. Man schrickt ein wenig auf, da es sich wie ein Feuer-Alarm anhört.

Der Black Knight war bei mir schon beliebt, da hatte ich noch keinen Flipper. Aber ich hab ihn schon im frühen Computerzeitalter gespielt, als Simulation auf einem Apple und auch auf dem C=64. Allerdings hieß der Flipper da nicht Black Knight sondern          David´s Midnight Magic.

 (Screenshot von dem C=64 Spiel)

Man kann unschwer erkenenn, daß es sich um den Black Knight handelt, dazu ist die Anordnung der Spielemente viel zu charakteristisch. Mir war eigentlich nie bewußt, daß es diesen Flipper wirklich gibt. Erst als ich ihn dann vor mir stehen hatte, da kam die Erinnerung an das Computerspiel zurück. Bei einem Black Knight in gutem Zustand könnte ich wieder schwach werden. Er hat wirklich tolle Features und gehört eindeutig zu meinen Favoriten. Aber wo stelle ich den noch hin ???? Ich hab den Black Knight verkauft, weil er erstens vom Playfiel her ramponiert war (leider hat jemand anstatt ihn zu restaurieren alles nur schwarz mit Filzstift ausgemalt !!!) und zweitens hatte ich einen weiteren Flipper gekauft, der auch Platz brauchte. Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch 2 Videospielautomaten da stehen. Alles ging nicht nebeneinander.  Also verkaufte ich den Schwarzen Ritter schweren Herzens weiter und stellte mir stattdessen einen Star Wars Flipper auf.

Star Wars by Data East 1992 (10.400 Stück)

Status: "May the Force be with you", gelungenes Gameplay


Ja, da steht er nun, der Data East Star Wars Flipper. Den hab ich mir von irgendwo hinter Neuss bringen lassen, nachdem ich ihn mir vorher angesehen hatte. Der Verkäufer war sehr nett und kompetent, reparierte auch Flipper und hatte sehr interessante Prüfboxen von Williams, von Bally und weiteren Herstellern. Damit ließen sich alle Flipper des Herstellers überprüfen. So was ist heute natürlich kaum zu bezahlen. Damit überprüft man die Eproms, die Kontakte etc. Zurück zum Star Wars. Nach der Besichtung und der ein paar Tage später folgenden Lieferung stand er dann neben den anderen in der Area 51. Der R2-D2 ist erst später dazugekommen. Der Flipper macht richtig Spaß, nicht nur einem Star Wars Fan. Gehen wir mal näher ran....

 

Man sieht 2 Rampen, wobei die linke nur als Kugelauswurf dient, einen R2-D2 (beweglich), einen Todesstern (beweglich), ein Rollunder mit zwei Kontakten (der erste direkt am Tor, der andere später auf der Rampe), mehrere Lanes (eine führt zum Todesstern, die nächste rechts davon hat verschiedene Schaltmöglichkeiten: C3P-Os Augen leuchten (R2-D2 Runaway), Yoda Special Bonus, Lightspeeder Mode). Die nächste Lane rechts führt einmal um den Todesstern herum und unter R2-D2 durch direkt auf die Pop-Bumper (3 Stück, rot)  zu. Links von der Rampe sieht man noch eine Droptarget Bank. 

Es gibt mehrere Standup Targets in gelb, wovon das am Todesstern das wichtigste ist. Mit jedem Treffer auf den Todesstern wird ein Licht eingeschaltet. Dieses Licht symbolisiert die Umrundung des Mondes, auf dem die Rebellen ihren Stützpunkt haben. Hat der Todesstern den Mond umkreist, dann öffnet er sich. Nun muß der Spieler versuchen, seine Kugel in die Öffnung des Todesstern zu schießen, gleich dem Torpedo, den Luke Skywalker im Film hineinfeuert. Ist dies geschehen, dann schließt sich das Tor wieder und auf der Dot Matrix Anzeige wird eine Animation abgespielt. Diese zeigt wie im Film den Offizier mit dem komischen Helm, wie er das Signal zum Feuern gibt, der Hebel wird umgelegt und der Todesstern macht sich zum Feuern klar. Kurz darauf explodiert er in einem Feuerball (.....wie ihn 100 Sonnen nicht erschaffen können). Nun hat man das Multiball Spiel ausgelöst und kann mit 3 Kugeln gleichzeitig spielen. Hat man nur nur eine Kugel übrig, dann öffnet sich der Todesstern ein weiteres Mal und man hat 7 Sekunden für einen erneuten Angriff und ein weiteres 3-Ball-Spiel. Die Dot Matrix zeigt im gesamten Spielverlauf verschiedene Animationen, wird sogar zu einer Art Videospiel. Das ist sehr nett gemacht und gibt einen guten optischen Anreiz. Man möchte einfach mehr Animationen sehen. Dann gibt es da noch zwei Löcher auf dem Spielfeld, eines links (neben Darth Vader), das andere rechts (ziemlich am Rand, unterhalb von Jaba). Im linken Loch aktiviert man verschiedene Modi: Cantina Band, X-Wing Bonus, The Force und Dark Force. Das rechte Loch ist Jabas Palace oder der Sarlac Pit. Der Flipper hat verfügt noch über einen Kick-Back, wie ihn schon der Firepower hatte. Wenn man sich nochmal das erste Bild ansieht, dann entdeckt man einen schwarzen Hebel an der Vorderseite des Flippers. Dieser Hebel hat mehrere Funktionen. Einmal wird damit die Kugel abgeschossen und man versucht auf der Dot Matrix einen Tie-Fighter z uzerströren. Ein genauer Treffer resultiert in einem Millionen Bonus. Bei jedem Durchgang erhöht sich der Bonus. Beim dritten Ball ist es allerdings sehr schwierig, da der Tie-Fighter sehr schnell hin- und herfliegt. Um ihn abzuschießen muß man sich konzentrieren und eins mit der Macht werden. Ich schließe dann die Augen und verlasse mich nur auf mein Gehör. Der Flipper verfügt nämlich über Stereo-Sound und man hört, wie der Tie-Fighter von rechts nach links fliegt. So lasse ich ihn ein paar mal passieren und lokalisiere damit die Mitte. In 4 von5 Fällen treffe ich so den Imperiums-Jäger und kassiere 4 Millionen Punkte. Mit dem Feuerknopf auf dem Hebel kann man aber auch noch die Speederbikes abschießen sowie eine Reihe von Sturmtrupplern umnieten. Schlußendlich hat er auch noch die Funktion den Todesstern früher zu öffnen, wenn man vorher genügend oft den Kontakt beschossen hat. Allerdings öffnet sich dann der Todesstern nur für 7 Sekunden. Der Flipper umfaßt die Star Wars Episoden 4,5 und 6. Die Musik, die während des Spiels ertönt, ändert sich und ist der ursprünglichen Trilogie entnommen. Der Flipper ist rundrum gelungen, Gute Aufmachungen, tolles Gameplay und langanhaltende Motivation. Hat mich damals 100 DM gekostet, geht nun in diesem Zustand nicht mehr unter 1500 Euro weg. Als nächstes Bild hab ich mal die Vorderseite des Flyers geladen. Hier kann man die Dot Matrix sehen, leider nur als Standbilder. Auch die Punkte werden hier angezeigt, nicht mehr wie früher 4 individuelle Spieler-Anzeigen. Sieht man genau hin, dann erkennt man noch eine Darth Vader Maske über dem Flipper. Diese gehört normalerweise dazu, fehlte aber bei meinem Flipper. Ist auch nicht so tragisch, denn der Flipper ist eh schon sehr groß und hoch. Die Maske hätte wegen der niedrigeren Deckenhöhe von 2,20 Metern nicht mehr gepaßt.

 (Original Flyer)

Back to the Future by Data East 1990 (3.000 Stück)

Status: Läuft super, ganz ohne Fluxkompensator

Ja, der nächste Flipper war wieder ein Data East. Der Beweggrund, mir diesen Flipper zu kaufen, ist klar. Mein Delorean steht gleich eine Tür weiter in der der Garage :-) Als Flipper- und Filmfan, dazu noch als Deloreanbesitzer ist dieser Flipper ein Muß.

Der Flipper ist wieder mit Dot Matrix ausgestattet, hier allerdings nicht als ein großes Display, sondern zwei schmalere. Es werden auch keine tollen Animation wie bei Star Wars gezeigt. Dafür Texte und Punktestand.  Überall zieren Bilder aus den drei Teilen den Flipperkasten und das Spielfeld. Schaut man genau hin, erkennt man allerdings, daß die Figur des Marty McFly nicht original wiedergegeben ist, die restlichen Charaktere jedoch schon.

Doc Brown, Biff und Martys Mutter sehen genauso aus wie im Film. Marty selbst ist eher verschwommen. Der Grund dafür sind wahrscheinlich Lizenzrechte. Ich hab aber auch im Netz gelesen, daß der Künstler Paul Faris, der das Backglass entworfen hat, seinen Sohn als Vorlage für Marty McFly genommen hat. Ich hätte es mit Michael J. Fox schöner gefunden, aber was soll´s. Der Flipper ist jedenfalls gelungen. AKustisch schöne Soundtrackadaption von "The Power of Love" ( Huey Lewis & The News) und "Double Back" (ZZ TOP). Die Musik wechsel je nachdem in welcher Zeit man gerade fährt. Das bringt uns zurück zum Spiel und dem Spielfeld.

Die Kugel gelangt nach Abschuß und begleitet vom Geräusch des Deloreans beim ersten Zeitsprung durch die rechte Rampe auf´s Spielfeld. Schön erkennt man in im Schnittpunkt der beiden Rampen den Flux-Kompensator. Rechts sieht man das Rathaus von Hill Valley, den Clock-Tower. Das ist die Gegenwart. Die Rechte Rampe symbolisiert die Zukunft, also Hill Valley 2015 (ein fliegender Delorean, der Biff der Zukunft etc.) und links das Hill Valley 1885 mit dem Delorean auf Schienen und Biff als Banditen. In der Mitte liegt also der Clocktower mit einem Kick-out Hole für Boni, 2 Pop-Bumper, eine DMC Droptarget Bank und einem weiteren Kick-out Hole links unter der roten Rampe. Verdeckt durch die transparente Rampe liegt noch ein Rollunder Spinner, der Biff´s Casino wiedergibt. Trifft man die DMC Targets wird die Kugel im linken Kick-out über die Rampe zurückgeschossen und festgehalten. Trifft man dreimal die DMC Targets und schafft es den Ball einzulochen, dann erhält man das triple Multiball-Spiel. Ganz am Kopf erkennt man den DELOREAN Schriftzug. Jedes Mal, wenn ich die Rampe korrekt durchlaufe, erhalte ich einen Buchstaben. Ist dann DELOREAN komplett, beginnt eine Bonus Runde und ich bekomme für jeden korrekten Rampenschuß 1 Million. Dafür hat man dann 12 Sekunden Zeit. Nicht sehr viel und meist treffe ich höchsten 2x.

Weiter unten hat man noch links und rechts je eine Standup-Target Bank. Rechts DOC aktiviert den Multiplikator, links schaltet MCFLY weitere Boni frei. Der Flipper hat noch einen Skillshot, d.h. beim Abschuß des Balles kann man bei sofortigem Rampenschuß einen Bonus erhalten. Das ist je nachdem sehr interessant. Es gibt 100.00, 200.000 oder 300.000 Punkte Bonus. Aber es gibt noch mehr, einen Extra-Ball oder den doppelten Wert dessen, was man bisher erspielt hat oder den höchsten Wert der momentan auf der Anzeige steht hinzugezählt.Spiele ich mit einem Kumpel und dieser legt einen Superscore vor, dann kann ich ihn mit diesem Feature noch den Sieg abnehmen, ohne groß Punkte gemacht zu haben. Ich bekomme einfach seine Punkte und spiele meine noch dazu. Das wär´s eigentlich zum BTTF Flipper. Macht auf jeden Fall viel Spaß und ist auch nicht zu leicht. Klar, bei den Luftsprüngen :-)

Eine schöne Geschichte gibt es noch zu dem Flipper zu erzählen. 2006 war ich ja mit meinem Delorean in Belfast, zum 25. Geburtstag unseres Autos. In einem kleinen Vorort von Belfast, nicht weit weg von der ehemaligen Produktionsstätte, hatte man in einem Gebäude eine Ausstellung zum Thema Delorean organisiert. Da gab es Entwurfszeichnungen, Fotos, Modelle, Bücher etc. zu bestaunen. Allerdings stand da auch ein Flipper in der Ecke.....

Der stand da nicht ohne Grund. Einmal als schöne Ergänzung zur Ausstellung, aber auch um den offiziellen BTTF Pinball Wizard zu ermitteln, so eine Art Weltmeisterschaft. Immerhin waren 16 Nationen vertreten. Ich hab natürlich auch daran gespielt und es war ziemlich schwierig. Der Flipper war nicht optimal eingestellt, der Zustand eh nicht der beste, ich war sehr nervös und jeder hatte nur ein Spiel. Mein Score war recht bescheiden, 1.986.xxx irgendwas. Ich hatte Glück und hab mit dem letzten Ball noch ein wenig abgeräumt, sonst wäre der Score wesentlich niedriger gewesen. Ich war mir sicher, der würde getoppt werden. Abends gab es dann das Gala-Diner und es wurden diverse Preise vergeben, darunter auch den für den "Weltmeister" am BTTF Flipper. Ich war echt erstaunt meinen Namen zu hören :-) Als Preise bekam ich dann ein T-Shirt mit dem originalen Schriftzug und dem Titel "Roads, where we go we don´t need roads" und ein sehr schönes Buch über das Making of zur Trilogie. Man nannte mich den Pinball Wizard und fragte nach meinem Geheimnis. Tja, Übung macht den Meister, am hauseigenen Flipper :-)  Aber um ehrlich zu sein, ich hatte viel Glück. Auch wenn ich schon Scores jenseits der 8 Millionen gemacht habe. Ohne Aufwärmen nur ein Spiel, da kann alles passieren. Das T-Shirt habe ich einem netten Mädel aus USA geschenkt, die paßte da besser rein als ich. Das Buch ziert meine Sammlung von BTTF Artefakten.

In 2011 gibt es in Belfast wieder ein Treffen, diesmal wird der 30. Gebrutstag gefeiert. Vielleicht wird es auch wieder einen Wettbewerb geben. Aber mittlerweile ist die Konkurrenz größer geworden. Ich bin mal gespannt, wer sich den Titel diesmal holt.

UPDATE: Ich war 2011 in Belfast, leider hat der Besitzer seinen Flipper verkauft (unverständlich) und daher gab es leider keinen weiteren Wettbewerb. Somit bleibe ich wohl der Eurofestival Flipper King für alle Zeiten, bis ein anderer seinen Flipper aufstellt.

Kommen wir nun zum letzten Stück meiner Sammlung und damit eigentlich wieder zum Anfang von allem.

Centaur 2 by Bally 1983 (1.550 Stück)

Status: (M)Ein Ferrari unter den Flippern

Der Centaur II  ist von 1983, der Centaur I von 1981. Der erste Centaur verkaufte sich so gut, daß man beschloß, noch eine Serie folgen zu lassen. Im Wesentlichen unterscheidet sich der Nachfolger vom Vorgänger nur durch das Kopfteil (Backbox).  Anstelle eines kleineren geteilten Kopfteils, hat der Ur-Centaur ein durchgehendes großes Backglass mit den Score-Displays. Dadurch, daß die Backbox kleiner ist, sitzt auch die Elektronik anders.

 (Vergleich ; Centaur I von Bally 1981)

Beim Centaur II ist die Backbox ziemlich vollgestopft.

 

Ansonsten wurde nichts geändert, schon garnichts an der Spielfedlfläche. Bally hat mit dem Centaur erstmalig das bunte, grelle Image eines Flippers geändert und alles in schwarz und weiß gehalten. Paul Faris hat das Backglass von diesem Flipper entworfen. Der gleiche Paul Faris, der auch beim Back to the Future beteiligt war. Was macht denn diesen Flipper so besonders. Ich hab ja gesagt, mit diesem Flipper komme ich wieder zum Anfang zurück. Der Centaur II stand mit den anderen Flippern zusammen, die ich ja damals zu Beginn gekauft habe. Nach einigen Jahren hatte ich also alle Flipper wieder zusammengeführt. Allerdings mit Schwierigkeiten, dazu später mehr. Hier erstmal die Features vom Centaur: 4-Spieler Flipper, 2 Flipperfinger, 2 Pop-Bumper, zwei Drop-Target Bände (jeweils 4 Targets), 4 Drop-Targets in Reihe hintereinander, 3 Lanes mit Multiplikatorfunktion,4 Kontaktbuttons, 5´er Multiball, Sprachausgabe, ein Magnet unter der Spielfläche und ein Attrack-Mode. Schauen wir uns das Spielfeld näher an.

Was auffällig ist, ist der Bereich links, mit den Fall-Zielen und der Kugel davor. Das ist die sog. Queen-Chamber, die Königinnen-Kammer. Hier muß der Spieler durch genaues Anstoßen der eingebauten Kugel die Drop-Targets eines nach dem anderen abschießen, bis er dann auf den roten Kontakt trifft, der wiederum einen Multiball auslöst. Rechts oben sehen wir auch so einen Kontakt, den ORBS Release Button. Trifft man mit seiner Kugel die  O R B S Targets (Spielfeld Mitte), dann kann man damit 1-4 Multiballs herausholen. Um sie zu bekommen muß man den Release-Button treffen. Hat man das geschafft, dann wird die Kugel für einen Moment von einem Magneten unter dem Spielfeld festgehalten und dann geht es los. Wie von Geisterhand schießen plötzlich die Kugeln auf die Fläche. Es geht sehr schnell und man nimmt zunächst nicht wahr, von wo die Bälle eigentlich herkommen. Das Rätsel ist einfach. Die Kugeln werden durch eine Abschußvorrichtung unter dem Tisch in´s Spiel gebracht. Auf der normalen Abschußrampe sitzt eine Metallplatte, die nur an einer Seite befestigt ist. Wie eine Türe schwingt diese Platte nach oben, wenn die Kugel kommt. Bei voller ORBS-Aufladung, also 4fach, hat man es mit 5 Kugeln gleichzeitig zu tun. Eine Menge Action und eine Menge Spaß. Dabei verliert man häufig eine Kugel, die aber im gleichen Moment schon wieder auf dem Spielfeld ist, da man bei so vielen Kugeln auch schnell mal wieder einen Bonus herausspielt.

In den Outlanes links und rechts sind jeweils Schwingtüren eingebaut, durch die der Ball auch schon mal wieder in´s Spiel hineinkommt. Geschicktes Rütteln verlängert die Spielzeit enorm ! In der Mitte werden die Bonuspunkte angezeigt, die man sich durch bestimmte Trefferflächen und Drop-Targets erspielt hat, sowie der Multiplikator und die ORBS-Aufladung (gelbe Lampen 1-4). Die Sprachausgabe ist wirklich gelungen und das Soundmodul erstkllassig. Man hat sogar noch einen Echo-Generator spendiert, der den Soundeffekt unterstützen soll. Leider ein sehr anfälliges Teil und in den meisten Flippern defekt. Die Verzerrungen durch das Echo können eingestellt werden, also die Anzahl der Wiederholungen. Allerdings wird es durch zu viele Echos nicht besser. Mein Echo-Generator läuft wahrscheinlich, aber ich hab kein Echo. Stört mich auch nicht. Falls er doch kaputt sein sollte, ich hab Ersatz :-) Bei dem Centaur kann ich Gott sei Dank auf eine Menge Ersatzteile zurückgreifen. Nicht weil sie so gut am Markt zu bekommen sind, das nicht. Aber es ist nicht mein erster Centaur. Ich hatte schon mal einen. Der war allerdings nach nur kurzer Spielzeit defekt. Ich kam eines Tages in die Area 51 und es war dunkel und wollte nicht hell werden. Nix ging, absolut nix. Ich mußte einen Elektriker rufen, denn wenn ich die Hauptsicherung einschaltete, dann flippte die sofort wieder raus. Der Elektriker hat alles durchgeprüft und konnte mir nur sagen, ich hätte einen Kurzschluß. Nun müßte man den nur noch finden..... Verursacht von einem Gerät, was nicht eingeschaltet ist und alles lahmlegt. Bei der Vielzahl der angeschlossenen Geräte schon eine echte Aufgabe. Aber irgendwann stellte sich dann der Übeltäter heraus. Der Grund war ein defekter EMI-Filter, der andere Geräte vor Störungen durch den Flipper schützen soll. Dieser Filter war hochgegangen, etwas schwarze Masse herausgequollen. Nun war er hin und ich bekam keinen Ersatz. Auf Ebay stand kein solcher Filter und viele Ersatzteillieferanten hatten ebenfalls nix. Über die Daten auf dem Filter hab ich dann in Mexico eine Firma kontaktiert, die den Filter herstellte. Die haben mich dann wieder an eine Firma in USA weitergeleitet, die mir dann einen Kontakt in Deutschland besorgt haben. Bei dieser Firma hätte ich als Endkunde nicht solch einen Filter bekommen, es sei denn in Stückzahlen um die 100 und mehr. Ich brauchte aber nur einen. Von den Leuten in USA hatte ich noch ein Empfehlungsschreiben bekommen. Dies, zusammen mit meinem freundlichen Auftreten verschaffte mir dann endlich doch einen Filter. Mir wurde einfach ein Muster zugesandt. Na bitte, geht doch !! Aber damit war es nicht getan. Der Elektriker, der den Kurzschluß festgestellt hatte, hat mich mit der Aufgabe sitzen lassen, den Übeltäter herauszufinden. Ein wenig unbeholfen hab ich dann versucht, die Stelle zu lokalisieren, die Schuld war. Dabei hab ich etliche Leitungen unterbrochen, die Masseleitung besonders, weil klar war, daß sie damit zu tun hatte. Ich hab also ordentlich herumgepfuscht und mehr kaputt gemacht, als nötig. Das Resultat war ein nagelneuer Filter und eine Menge kaputter Leitungen. Irgendwo war immer noch was unterbrochen und ich hatte nicht den Nerv alles neu zu verdrahten. Eine Menge Arbeit !!! Glücklicherweise fand ich auf Ebay noch einen Centaur 2 und wieder nicht so weit weg von Essen. Ich konnte ihn also selbst abholen. Die Auktion endete recht günstig für mich. Der Flipper funktionierte, hatte allerdings ein ziemlich ramponiertes Playfield. Das war aber nicht so wichtig wie der Rest vom Flipper. Die Elektronik ging prima und die brauchte ich ja dringend. Als ich den Flipper dann in meinen Räumen hatte, hab ich alles zerlegt, fachmännisch ausgeschlachtet. Den Holzkörper hab ich übernommen, obwohl mein alter in einem besseren Zustand war, äußerlich jedenfalls. Aber wie schon beschrieben, die Leitungen waren in einem miesen Zustand und neu verdrahten kam nicht in Frage. Irgendwas war dann aber auch an dem neuen Centaur nicht in Ordnung und ich hatte nicht die Zeit, um das zu reparieren. So stand der Flipper eine lange Zeit still in der Ecke. Bis....ja bis ich beschloß , meinen Hobby-Raum mal wieder richtig aufzuräumen. Ich hab die Geräte alleine umgestellt (war ein gutes Training....) und mich über den toten Centaur geärgert. Dann kam im Fernsehen was von einer Crew von Flipper-Experten, die auch Hausbesuche machen. Das ist nämlich immer das Problem. Man muß die Flipper abbauen, will man sie irgendwo reparieren lassen. Wie gesagt, dieser Service macht Hausbesuche. Leider sind die so gut, daß sie eine lange Warteliste haben. 50 Euro Pauschale für die Anfahrt von Hamburg und dann 45 Euro pro Stunde ist OK.  Als man mir keinen Termin auf lange Sicht nennen konnte, hab ich dann noch jemand anderen gefragt und der hatte ebenfalls keine Zeit. Also hab ich dann den Kopf in den Flipper gesteckt. Ich hatte jetzt drei Filter (ich wußte garnicht mehr wieso). Einen nagelneuen und zwei gebrauchte. Einer war schon eingebaut, einen anderen hatte ich wohl mal ersteigert. Der eingebaute war nicht mehr voll kontaktet und ein Gleichrichter hing da auch noch irgendwie dran. Ich hab dann den ersteigerten genommen und die Anschlüsse überbrückt. Erstmal sehen, ob überhaupt was ging, ohne Kurzschluß. Ganz vorsichtig den Stecker rein und abwarten. Nix passierte. OK, nächster Schritt, einschalten.....KLACK.......ein Brummen......ein Rauschen.......WHAM, Soundmodul startet durch, Flipperspulen ziehen an, Kugelauswurf wird getestet, die Lichter gehen an, das Display zeigt Scores an, ES LEBT !!! YEAH !! Sofort wieder ausgeschaltet. Nochmal eingeschaltet, alles wie vorher. Dann den Playerselect Knopf gedrückt und tatsächlich, nack kurzem Selbsttest geht der Flipper in Stellung und schmeißt die erste Kugel raus. Ich mache seit langem mal wieder ein Spiel auf dem Centaur. Das tat richtig gut :-) Danach hab ich dann alles wieder ausgemacht und die Verdrahtung korrekt  vorgenommen. Altes Anschlußkabel raus, alter Filter raus, alle Anschlüsse bei dem anderen Filter neu gelötet und das Kabel neu eingezogen. Klappe zu und nochmal getestet - ALLES OK !! Nach über zwei Jahren hatte ich meinen Centaur wieder zum Laufen bekommen.

Hier endet erstmal die Abteilung Pinball-Machines. Platz für mehr Flipper hab ich eigentlich nicht. Ich sag es mal vorsichtig, denn wie schon angedeutet, es gibt da draußen noch Flipper, bei denen ich schwach werden könnte. Dazu zählt auf jeden Fall der Black Knight und der Indiana Jones Flipper. Der ist nicht nur optisch gelungen, sondern soll auch vom Gameplay her absolut top sein. Wenn man die Preise sieht, die man für einen gepflegten "Indi" bezahlen muß, so kann das stimmen. Leider hab ich ihn bis heute noch nicht gespielt. Vielleicht auf der Pinball Convention im Mai/Juni in Gelsenkirchen. Da stehen immer eine Menge zum Ausprobieren rum. Hier mal ein Foto aus 2008.

Die Convention ist für 2010 leider abgesagt und es wird wohl auch auf weite Sicht hin keine mehr geben. Das ist sehr bedauerlich, denn dort bekam man wirklich eine Menge an Ersatzteilen und konnte Kontakte mit Gleichgesinnten knüpfen. Hier stand auch dieser sehr interessanter Flipper für 2 Spieler gegeneinander.  Er wurde zuletzt noch 2009  für  "Schlag den Raab" bei PRO7 eingesetzt.

Der Soccer-Flipper ist so eine Art Flipper-Kickertisch. Ab der Spielfeldmitte läuft das Spielfeld links und rechts bergab. Man muß dann mit seinen Flipperfingern ein Tor verhindern und gleichzeitig versuchen, beim Gegner einen Treffer zu landen. Zusätzlich hat man noch einige Extras wie Drop-Targets, Ball-Locks, Spinners etc. Leider war der Flipper stets belegt und belagert. Naja, vielleicht  hab ich ein anderes mal Glück.

Was noch fehlt ist ein Bild von der Unterseite eines Flippers. Da sieht es manchmal schlimm aus, so viele Kabel und Leitungen, Lämpchen etc. Alleine die Kabel und Verbindungsleitungen sind schon ein paar Kilometer zusammengenommen.  Wer hier einen Fehler sucht, der braucht technische Kenntnisse, eine gute Dokumentation, Meßgeräte wie Multimeter und Osziloskop sowie Zeit.....